4. Rang - neuwerk Architekten + Ingenieure GmbH


Erläuterungsbericht

Architekturbüro:
neuwerk Architekten + Ingenieure GmbH

Landschaftsarchitekturbüro:
tBL Landschaftsarchitekten PartG mbB

Beurteilungstext des Auswahlgremiums:
Die Leitidee der „Mercatorlinie“ als Brücke zwischen Stadt und Förde erschließt sich dem Beratungsgremium nicht. Der Rückbau des Gebäude A sowie der vorgesehene Neubau werden als städtebaulich unangemessen beurteilt. Durch den Wegfall des Bestandsgebäudes und die Anbauten an die Kammgebäude geht der historische Charakter des Behördenzentrums verloren. Auch die überarbeitete Kubatur des neuen Gebäudes A überzeugt nicht, da aufgrund der großen Gebäudetiefe keine wirtschaftlichen und sinnvoll belichteten Bürogrundriss geplant werden können. Ebenso wird die Geometrie der Punktgebäude in Bezug auf eine spätere Grundrissplanung als zu unflexibel und lediglich bedingt für eine Büronutzung geeignet eingeschätzt. Insgesamt ist eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Kritik des Beratungsgremiums aus der Zwischenpräsentation nicht erkennbar.

Positiv hervorgehoben wird hingegen die Auseinandersetzung mit zukunftsfähigen Grundrissen im Sinne neuer Arbeitswelten. Außerdem wird die Platzierung und Qualität der öffentlichen Angebote in den Erdgeschosszonen gewürdigt, die zur Belebung des Platzes an der Feldstraße führen.

Die zentrale, steinerne Achse und die angrenzenden Freiräume wirken in ihrer Ausgestaltung starr und weisen zu wenig Differenzierung bzw. Hierarchisierung auf, wodurch die Aufenthaltsqualität auf dem Campus zu wenig akzentuiert wirken. Letztlich wird die Qualität des Innenhofs des Gebäudes A infrage gestellt.

Der Beitrag unternimmt einen mutigen Versuch, dem Olympia-Hochhaus ein kräftiges Gebäudevolumen an die Seite zu stellen, der jedoch in der Tiefe der Ausarbeitung weder in der hochbaulichen wie der freiraumplanerischen Qualität überzeugte.

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